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Turbolader für die Blechbearbeitung

Kirchheim/Teck im Januar 2014. Wenn Atome durch Stöße oder Licht mit zusätzlicher Energie versorgt werden geben sie den Überschuss wieder ab, das heißt dann „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“, kurz LASER.  Für Blechbearbeiter heißt es Schnelligkeit und Flexibilität. Komplexe Konturen, saubere, präzise Schnittkanten, niedrige Rüstzeiten und –kosten. Die neuesten Laseranlagen sind, auch dank automatisierter Be- und Entladung, Tempomacher für die Fertigung. Der Kirchheimer Hersteller von Metallbauteilen, die Solvaro GmbH, investierte jetzt 1.000.000 Euro in eine neue Faserlaseranlage. Durch individuelles Aufrüsten der Anlage erreicht Solvaro damit kürzeste Fertigungszeiten.

Schnell, sauber, sicher – teuer?

Um 1990 waren die ersten kommerziellen Faserlaser-Geräte im Watt-Bereich verfügbar. Sie basierten auf Erbium-dotierten Faserverstärkern mit einem nachgeschalteten Laseroszillator. Niemand hätte damals gedacht, dass diese Laser Jahre später aus modernen Fertigungen nicht mehr wegzudenken sind. Die neuesten Faserlaser sind schnell, sauber und sicher. Ihre Anschaffung ist für kleinere und mittelständische Unternehmen jedoch eine riesige Investition. Im Betrieb wiederum sind Faserlaseranlagen wahre Energiewunder, sie können Kosten erheblich reduzieren. Im Vergleich zum Stanzen entfallen die Kosten der Werkzeugfertigung, das heißt auch kleine Mengen können günstig gefertigt werden. Während der Aufwärmphase ist der Energieverbrauch des Faserlasers quasi null und auch im Stand-by minimal. Somit ist er nicht nur das schnellste Fertigungsverfahren, sondern auch umweltschonend und senkt die Energiekosten. Der Kirchheimer Hersteller von industriellen Bauteilen, Solvaro, hat sich kürzlich für eine neue Faserlaseranlage entschieden. „In unsere neue Laseranlage haben wir 1.000.000 Euro investiert, das ist eine Kaufentscheidung, die man nicht aus dem Bauch heraus trifft.“ erzählt Geschäftsführer Gerhard Bullinger. „Die Vorteile und Chancen überwiegen für uns klar. Es war erforderlich unsere Kapazitäten auszubauen. Wir können jetzt, mit zwei Laseranlagen, sehr kurze Fertigungszeiten anbieten. Das lohnt sich für uns und unsere Kunden.“ Entschieden hat sich Solvaro für eine Anlage des italienischen Herstellers Salvagnini. Bei der Anlage vom Typ L5 erzeugen Transportfaser und Fokusierkopf einen Strahl der eine beeindruckende Schnittgeschwindigkeit von über 60m/min erreicht. Ausgeschnitten werden bei Solvaro Serverschranktüren, Motorhauben und Kühlergitter aus Stahlblech mit einer Stärke von bis zu 3,0mm und einer Größe bis circa 1,5m auf 3,0m. „Die Zykluszeit der Bearbeitung von Serverschranktüren haben wir mit der neuen Anlage von 120 Sekunden auf 67 Sekunden reduziert.“ erklärt Bullinger begeistert. Im Klartext heißt das, an einem Tag im Dreischichtbetrieb werden anstatt der bisher 720 Serverschranktüren knapp 1300 Türen ausgeschnitten.

Wachsende Automation

Die Beladung des Lasersystems, sowie die Entnahme der Bauteile und die Rest-Entsorgung sind wesentliche Bestandteile einer Anlage. Um die Geschwindigkeit des Lasers voll zu nutzen ist eine automatische Bestückung notwendig. Aber ein Laser muss nicht nur schnell gefüttert werden, es ist auch wichtig, dass in der Austauschphase keine geschnittenen Teilchen auf das noch zu bearbeitende Blech fallen. Immer ausgeklügeltere Wechseltischsysteme verhindern dies. Eine Anbindungen an ADL (Aerodynamische Logistik) und ASL (Aerostatische Logistik) übernimmt die Automatisierung des Be- und Entladens. Zusammen mit einer Sicherheitsumzäunung wachsen die Anlagen zu großen Inseln in den Produktionshallen heran. 154 m² beansprucht beispielsweise die Anlage, die genau nach Solvaro’s Anforderungen konzipiert wurde. Da bei Solvaro meist gelochte Bleche zugeschnitten werden, wurde sogar ein besonderes Feature eingebaut.  Es positioniert die Bauteile so, dass der erwünschte Abstand zwischen Lochfeld und Schnittkante immer perfekt eingehalten wird. Nach Nachteilen der neuen Faserlaseranlage befragt, antwortet Gerhard Bullinger nur schmunzelnd: „Wir müssen zusätzliche Helfer im Personalplan einteilen, damit immer genügend Teile zur Stelle sind.“

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BU Laseranlage Totale: Vollautomatisch werden die bei Solvaro zu bearbeitenden Bleche auf 154m² Be- und Entladen.

BU Laseranlage seitlich: Mit ihrer neuen Laseranlage gelingt es Solvaro den Bearbeitungszyklus von Serverschranktüren von 120 auf 67 Sekunden zu reduzieren. 

BU Laser nah: Mit einer Geschwindigkeit von 60m/min erhalten die von Solvaro gefertigten Serverschranktüren ihre Kontur. 

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SOLVARO – maßgeschneiderte Lösungen aus Metall.

SOLVARO bietet Engineering- und Entwicklungsleistungen sowie die Produktion von Lochblech oder nicht-perforierten Metall-Komponenten für die Industrie. SOLVARO bedient mit individuellen Lösungen unterschiedlichste Branchen, wie unter anderen  Agrar- und Baumaschinenhersteller. Weitere Informationen unter www.solvaro.com.


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